Als Grundlagen der Zeitmessung zeigen die astronomischen Komplikationen das, was die alten Zivilisationen beobachtet haben und was heute den Rhythmus unserer Existenzen angibt.

Jahreszeiten, Tagundnachtgleichen, Sonnenwenden und Tierkreiszeichen vom Sonnenzeiger bestimmt

Der ebenso geniale wie präzise multiple Jahreszeitenkalender mit astronomischer Skala der Uhr Reference 57260, der am Rande eines der beiden Hauptzifferblätter sitzt, bietet drei separate Informationen, die sich gleichzeitig über den zentralen Goldzeiger ablesen lassen, der sich durch ein Gegengewicht in Form einer Sonne auszeichnet.

Ganz außen befindet sich die Anzeige des ewigen Kalenders der Monate des Jahres mit der Anzahl ihrer jeweiligen Tage.

Auf dem nächsten konzentrischen Kreis ist die Aufteilung des Jahres in Tierkreiszeichen dargestellt. Angezeigt werden die Daten der Tagundnachtgleiche im Frühjahr und im Herbst, zwei Momente, an denen Tag und Nacht fast gleichlang sind, sowie die Daten für die Sommer- und Wintersonnenwende, wenn die Sonne im Zenit bzw. an ihrem niedrigsten Punkt im Vergleich zum Himmelsäquator steht.

Die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter werden weiter außen auf einem weiteren konzentrischen Kreis angezeigt.

Die beiden jährlichen Tagundnachtgleichen finden im März und September statt. Auf der nördlichen Erdhalbkugel findet die Frühlingsgleiche am 19., 20. oder 21. des Monats statt. Die Herbstgleiche im September hingegen fällt auf den 22., 23. oder 24. des Monats. Die Erdachse befindet sich immer in einer Neigung von 23,5° gegenüber der Ekliptik, der imaginären Umlaufbahn der Erde um die Sonne. An den Tagen außerhalb der Tagundnachtgleichen neigt sich die Erde auf der Süd- und auch auf der Nordhalbkugel leicht in Richtung der Sonne. Während der Tagundnachtgleiche steht die Erdachse rechtwinklig zu den Sonnenstrahlen, wodurch der Tag und die Nacht nahezu gleichlang sind – daher der Name Tagundnachtgleiche.
Wie die Tagundnachtgleichen stehen auch die Sonnenwenden in direkter Verbindung zu den Jahreszeiten. Bei vielen Kulturen bedeuten die Sonnenwenden entweder den Anfang oder die Mitte von Winter und Sommer. Auf der nördlichen Erdhalbkugel ist die Sommersonnenwende am 20. bzw. 21. Juni der Tag, an dem die Sonne am höchsten am Himmel steht. Dieser Tag ist der längste des ganzen Jahres. Die Wintersonnenwende am 21. bzw. 22. Dezember hingegen ist der Tag, an dem die Sonne am niedrigsten steht. Dieser Tag ist der kürzeste des ganzen Jahres.

Himmelskarte (für die Stadt des Besitzers)

Die Karte des Nachthimmels ist eine sehr seltene Komplikation, mit der nur sehr wenigen Uhren ausgestattet sind, darunter die raffiniertesten und bedeutendsten der Welt. Die blaue Drehscheibe zeigt präzise die Konstellationen an, wie sie in der Nacht am Wohnort des Besitzers zu sehen sind. Am Rande zeigt sie die Monate an. Die Drehung der Karte ist abhängig von der Sternzeit, die auf einer äußeren 24-Stundenskala abgelesen werden kann: Man wählt einen Stern und folgt seinem Weg auf der 24-Stundenskala, um jederzeit die aktuelle Sternzeit ablesen zu können.

Stunde der Sternzeit Minuten der Sternzeit

Die Sternzeit wird gewöhnlich von Astronomen und Seefahrern verwendet. Als Einheit gilt der Sterntag, d. h. der Zeitraum zwischen zwei aufeinanderfolgenden Kulminationen des Frühlingspunktes auf der Meridianebene. Seit man diese Zeit auf der Grundlage der Erddrehungen und der Berechnung des Abstandes zwischen den Sternen messen kann, heißt diese Zeit Sternzeit. Ein Sterntag dauert 23 Stunden, 56 Minuten und 41 Sekunden. Ein Sternjahr besitzt einen Tag mehr als ein Sonnenjahr. Durch die Verwendung der Sterne als Referenzpunkt liefert die Sternzeit eine regelmäßigere Zeitskala als die Skala auf der Grundlage der Sonne.
Selbstverständlich wird die Himmelskarte hauptsächlich nachts verwendet, wenn die Konstellationen sichtbar sind.
Aus diesem Grund stechen bei dieser Uhr die Stunden zwischen 20:00 und 04:00 Uhr hervor (in Rot).

Zeitgleichung

Der Bereich für die Zeitgleichung zeigt den Unterschied in Minuten zwischen der echten Sonnenzeit und der konventionellen mittleren Uhrzeit an. Dieser variiert im Laufe des Jahres. Die mittlere Uhrzeit geht maximal 16 Minuten und 33 Sekunden vor (um den 3. November) und maximal 14 Minuten und 6 Sekunden nach (um den 12. Februar). Die Sonnenzeit und die mittlere Uhrzeit stimmen nur 4 Mal im Jahr überein. Die Bewegungen des Zeigers werden von einer unregelmäßigen Kurvenscheibe gesteuert, die an den Mechanismus für die Sternzeit gekoppelt ist. Die Zeitgleichung entspricht ebenfalls der Jahreszeit, die vom Zeiger in Sonnenform angezeigt wird, der ebenfalls vom Mechanismus für die Sternzeit gesteuert wird. Historisch betrachtet nutzte das Wissen über die Zeitgleichung den Seefahrern, die die Höhe der Sonne zu einem bestimmten Zeitpunkt betrachteten, um sie mit der ursprünglichen Uhrzeit auf einem gewöhnlichen Zifferblatt in Verbindung zu bringen.

Ursprünglich ist die Zeitgleichung zwei Phänomenen zu verdanken. Das erste: Die Ebene des irdischen Äquators steht in einer Neigung zur Ebene der Erdumlaufbahn. Das zweite: Die Umlaufbahn der Erde um die Sonne ist eine Ellipse und kein Kreis.

Sonnenaufgangszeit (für die Stadt des Besitzers) Sonnenuntergangszeit (für die Stadt des Besitzers) Dauer des Tages (für die Stadt des Besitzers) Dauer der Nacht (für die Stadt des Besitzers)

Es gibt nur sehr wenige Uhren, die das ganze Jahr über die Uhrzeit von Sonnenauf- und Sonnenuntergang sowie die Länge von Tag und Nacht in der Stadt anzeigen, in der ihr Besitzer wohnt. Auf dem Zifferblatt der Uhr Reference 57260 werden diese Informationen auf zwei spezifischen Doppelsektoren angezeigt, die vom Mechanismus für den ewigen Kalender gesteuert werden. Letzterer sorgt das ganze Jahr über für eine automatische Korrektur der Anzeigen. So wird die Uhrzeit für den Sonnenauf- und Sonnenuntergang sowie für die Länge von Tag und Nacht jeder einzelnen 24-Stundenperiode angepasst. Jeder Sektor verfügt über zwei Goldzeiger, die auf derselben Achse montiert sind. Der Zeiger für den Sonnenaufgang zeigt das ganze Jahr über die entsprechende Uhrzeit zwischen 4 und kurz vor 8 Uhr an. Ihm gegenüber befindet sich der Zeiger für den Sonnenuntergang, der ebenfalls je nach Moment im Jahr die entsprechende Uhrzeit zwischen 16 und etwa 19:30 Uhr anzeigt. Die inneren Bereiche sind der Länge von Tag und Nacht vorbehalten: Die Zeiger zeigen die entsprechenden Ziffern an, die Anzahl der Stunden des Tages ab Sonnenaufgang und die Anzahl der Stunden der Nacht ab Sonnenuntergang. Geht die Sonne beispielsweise um 4:30 Uhr auf und um 19:30 Uhr unter, beträgt die angezeigte Tageslänge 15 Stunden und die angezeigte Nachtlänge 9 Stunden (von 19:30 bis 4:30 Uhr). Ihre Summe beträgt immer 24 Stunden.

Die Anzeige der Stunden für Sonnenauf- und Sonnenuntergang wird von Kurvenscheiben gesteuert, die mit dem Mechanismus für den ewigen Kalender verbunden sind. Die Korrektur erfolgt automatisch jeden Tag bei Mitternacht. Auf Wunsch des Besitzers können die Kurvenscheiben an jeden beliebigen Ort auf der Welt angepasst und bei der Fertigung der Uhr maßgeschneidert werden. Die angezeigten Uhrzeiten weichen maximal 5 Minuten vom echten Sonnenauf- und Sonnenuntergang ab, der mit dem Zusammentreffen des oberen Teils der Sonne mit dem echten Horizont, auf Meeresniveau, übereinstimmt. Die echte Uhrzeit für Sonnenauf- und Sonnenuntergang wird konventionell korrigiert, um die Brechung der Erdatmosphäre zu berücksichtigen.

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