Graf Guy de Boisrouvray

Diese Taschenuhr ohne Schlüssel mit großem Savonette-Gehäuse aus 18 Karat Gold ist eine außergewöhnliche Uhr, die mit einer Guillaume-Unruh ausgestattet ist. Sie verfügt über eine Minutenrepetition mit Glockenspiel auf der Grundlage von drei Hämmerchen und drei Tonfedern, einen ewigen Kalender mit Schaltjahres- und Mondphasenanzeige, einen Schleppzeiger-Chronographen mit Monozähler und einen Wecker. Sie wurde 1948 an Graf Guy de Boisrouvray verkauft.

Diese große Komplikation war bis 2015 die drittkomplizierteste Uhr, die Vacheron Constantin jemals hergestellt hat. Der Graf de Boisrouvray, ein Cousin von Fürst Rainier III. von Monaco und weitsichtiger Sammler, heiratete Luz Milla Patino, die Tochter des bolivianischen Stahlmagnaten Simon Patino, der zu den reichsten Männern der Welt zählte und seiner Tochter ein großes Vermögen hinterließ. Dank dieses Vermögens stellte das Ehepaar eine Kunstsammlung zusammen, zu denen u. a. Werke von Fabergé, zauberhafte Schmuckstücke und Gemälde impressionistischer Maler oder anderer Meister gehörten. Und so wünschte sich der Graf de Boisrouvray eine Uhr, deren Schönheit den Meisterwerken seiner Sammlung in nichts nachstand.

Das Uhrwerk mit ewigem Kalender und Schleppzeiger-Chronograph ist nicht nur höchst kompliziert, sondern besitzt ebenfalls eine besonders raffinierte Hemmung, um eine maximale Präzision zu gewährleisten. Dank ihrer Regulierschrauben aus Gold und Platin ist die Guillaume-Unruh unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen und Magnetfeldern. Des Weiteren ist das Uhrwerk mit einem Reguliersystem ausgestattet, das für eine ungewöhnlich hohe Präzision sorgt. All diese Elemente waren eher ungewöhnlich für Komplikationsuhren der damaligen Zeit. Dank der Merkmale einiger dieser Komplikationen gehört diese Uhr zum exquisiten Zirkel der besonders außergewöhnlichen Uhren. So verfügt der Wecker über einen spezifischen Alarmmechanismus, der in das Uhrwerk mit Schlagwerk integriert ist. Darüber hinaus ist er mit einem zusätzlichen Zeiger ausgestattet, um die Weckzeit einzustellen. Mit dem Alarmzeiger sind insgesamt fünf Zeiger auf der zentralen Achse montiert – eine weitere große Seltenheit. Die Glockenspiel-Minutenrepetition hingegen erfordert eine spezifische Konstruktion mit drei Tonfedern, die von drei Hämmerchen geschlagen werden, um im aktiven Modus drei aufeinanderfolgende Noten erklingen zu lassen.

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