Als höchst komplexes mathematisches und technisches System kann der hebräische ewige Kalender durchaus als eine der bedeutendsten Errungenschaften in der modernen mechanischen Uhrmacherei angesehen werden.

Hebräischer ewiger Kalender mit 19-Jahres-Zyklus

Der hebräische ewige Kalender der Uhr Reference 57260 von Vacheron Constantin, der bis dato noch nie umgesetzt wurde, ist ein Meilenstein in der mechanischen Uhrmacherei. Seine Berechnungen basieren auf dem metonischen Mond-Sonnen-Zyklus von 19 Jahren.
Der griechische Astronom Meton, der im 5. Jahrhundert v. Chr. lebte, machte folgende Beobachtung: 19 Sonnenjahre entsprechen fast exakt 235 Mondmonaten. Der metonische Zyklus umfasst demnach 12 einfache Jahre sowie 7 Jahre mit einem zusätzlichen Monat, um das hebräische Kalenderjahr auf das Sternjahr abzustimmen. Mithilfe dieser Zyklen kann man auf sehr lange Sicht eine extreme Präzision erreichen. Allerdings erfordern sie die Einbindung von Kompensationssystemen, um eine Synchronisation mit dem Sonnenkalender zu erhalten.

Hebräische Nummer des Wochentags

Links vom hebräischen Datum befinden sich die hebräischen Nummern der Wochentage in einer Zifferblattöffnung.

Hebräische Nummer des Monats

Rechts vom hebräischen Datum befinden sich die hebräischen Monate in einer Zifferblattöffnung.

Hebräisches Datum

Im hebräischen Kalender gibt es feststehende Mondmonate mit abwechselnd 29 und 30 Tagen. Die Monate Cheschwan und Kislev hingegen haben je nach Jahr 29 oder 30 Tage.

Hebräischer Jahrhundertkalender Jahrhundert, Jahrzehnt und Jahr nach hebräischem Kalender Alter des hebräischen Jahres (12 oder 13 Monate)

Um das aus 12 Mondmonaten bestehende Jahr auf das Sonnenjahr abzustimmen, wird ein dreizehnter Monat (Adar I), ein sog. Zwischenmonat, sieben Mal im 19-Jahres-Zyklus hinzugefügt.
Bei der Uhr Reference 57260 liefert der geniale Mechanismus über eine 12-/13-Anzeige mit konzentrischem Zeiger beim Chronographenminutenzähler bei 9 Uhr die präzise Auskunft, ob das laufende Jahr 12 Monate (gewöhnliches Jahr) oder 13 Monate (Schaltjahr) lang ist.

Goldene Zahl (19 Jahre)

In der Astronomie ist die goldene Zahl die Anzeige der 19 Jahre des metonischen Zyklus. Mit ihrer Einbindung in einen höchst komplexen hebräischen ewigen Kalender präsentiert Vacheron Constantin eine bahnbrechend neue Komplikation.
Der auf 19 Jahren beruhende metonische Zyklus, der seinen Namen dem im 5. Jahrhundert v. Chr. lebenden Athener Astronomen Meton verdankt, ist ein fast perfektes Vielfach zwischen Sonnenjahr und Mondmonat.
Diese 19 Jahre, die 6940 Tage umfassen, entsprechen etwa 235 Mondmonaten. Zwischen den beiden Perioden (den 19 Sonnenjahren und den 235 synodischen Mondmonaten) gibt es nur einige Stunden Abweichung. Der metonische Zyklus kann ebenfalls zur Berechnung der nächsten Eklipsen oder des Osterdatums verwendet werden.
Da ein Jahr 1/19 des 6940 Tage langen Zyklus entspricht, dauert es 365 + 1/4 + 1/76 Tage, das entspricht etwas mehr als 12 Mondmonaten. Um die Verzögerungen durch die Mondjahre im Laufe der 19 Sonnenjahre auszugleichen, wird sieben Mal ein 13. Mondmonat hinzugefügt.

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